Josefine Beck

Mein Blog rund um das Reisen und den eigenen Weg.
Argentinien | Reisen

Wer guten Rotwein mag, wird Mendoza lieben.

Mai 3, 2018

Mit dem Nachtbus ging es dann für mich von Buenos Aires Richtung Westen nach Mendoza. Dieses mal war ich super super früh am Busbahnhof Retiro, um ja nicht den Bus zu verpassen. Hat geklappt! Zu meinem Hostel in Mendoza konnte ich dann nach 14 Stunden Fahrt laufen. Es lag nämlich zum Glück ziemlich dicht am Busbahnhof – leider auch dicht an einer Straßenkreuzung. Es hatte eine tolle Dachterrasse, aber das bringt leider nicht viel, wenn man in Lärm und Gestank sitzt… Gut, dass ich erstmal nur 2 Nächte gebucht hatte. So lernte ich in dem Hostel viele Leute kennen, zog aber nach den 2 Nächten in ein Airbnb um. Und das war zauberhaft: ich hatte mein eigenes kleines Zimmer im großen Haus einer alten Dame, die noch weitere Zimmer vermietete. Morgens machte sie mir Frühstück und erzählte mir etwas über die Stadt. Das Haus lag in einer sehr guten Gegend von Mendoza, nur 10 Minuten zu Fuß von der Hauptstraße für Bars und Restaurants entfernt. Und weil es eine sehr sichere Gegend war, konnte ich abends fröhlich ohne Probleme allein nach Hause laufen und brauchte kein Taxi. Hier blieb ich noch weitere 5 Nächte und ließ es mir gut gehen. Leider hab ich vergessen, von dem Zuhause Fotos zu machen…

Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und für seinen Wein bekannt. Oh dieser Malbec…🍷🙏 Jeden Abend gab es also hervorragenden Wein und gutes Fleisch. Ich kam aus dem Schlemmen gar nicht mehr raus!

Die Stadt liegt am Fuße der Anden und bietet eine wunderschöne Kulisse. Mendoza ist nicht wirklich groß, hat viele kleine Parks und nette Restaurants. Weil ich auch über das lange Wochenende um den 1. Mai in Mendoza war, war es voller Touristen. So wurden auch viele Aktivitäten angeboten, die ich natürlich gleich mal wahr nahm…

Fahrradtour zu den Weingütern

Das darf in Mendoza nicht fehlen: eine Tour mit klapprigen Fahrrädern zu den umliegenden Weingütern. Einige aus unserem Hostel hatten die Tour schon gemacht, also zogen Katianne aus Frankreich und ich zu zweit los. Mit dem öffentlichen Bus geht es ca. 30 Minuten nach Maipu. Da ist dann eine der Fahrradleihstationen. Wir stellten uns die Route ziemlich romantisch vor, so an den Weinreben entlang… Es war dann doch entlang der Straße, nichts mit frischer Luft und so. Aber gut, Tourifalle hin oder her, wir wollten Wein probieren! Das erste Weingut, das wir besuchten, war wunderschön gelegen. Mit dem Blick auf die Anden probierten wir die günstigsten Weine. Kleiner Tipp: nicht die günstigsten nehmen, wenn man ein kleines bisschen was von Wein versteht (oder halt gern Wein trinkt). An dem Weingut lernten wir ein paar Briten kennen, die total begeistert von genau diesen Weinen waren („oh man, ich achte Zuhause nie auf den Preis, aber jetzt merke ich erst, was das für einen Unterschied macht!“). Ich will nicht wissen, was die sonst so schlürfen…

Katianne kommt aus der Champagne, nah an Burgund. Das heißt, sie ist ganz schön verwöhnt. Wir beide waren also ziemlich pingelig! Am nächsten Weingut wurden wir dann sowas von entschädigt. Es war ein kleineres, familiengeführtes Gut mit ausgezeichnetem Malbec und tollem Champagner. Hier machten wir auch eine Führung mit, bei der ich wenig bis gar nichts verstand. War aber laut Katianne total interessant. 😃

Zu einem weiteren Weingut schafften wir es leider nicht, weil es da so schön war. Also nahmen wir noch die Happy Hour des Fahrradverleihers mit (gratis Wein!) und fuhren wieder fröhlich und kaputt ins Hostel. Abends aßen wir zu viert in einem tollen Restaurant. Die 3 Mädels waren genauso glücklich über das tolle Fleisch und den super Wein wie ich. Da hab ich mich sowas von gut aufgehoben gefühlt!! Was für ein schöner Tag.

Mit Katianne war ich dann auch die weiteren Tage abends essen, was echt schön war. Ist total interessant, wie schnell man sich unterwegs an eine neue Freundin gewöhnt und wie schade es dann ist, wenn sich die Wege trennen!

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